Araki Tokyo: Pinakothek der Moderne, München

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Araki Tokyo: Pinakothek der Moderne, München
Nobuyoshi Araki: Ohne Titel, aus: The Past (1972/73, vor 1993) Abb.: Courtesy Sammlung Goetz, München, © Nobuyoshi Araki

Man kennt den japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki als radikalen Tabubrecher, der die fernöstliche Aktfotografie mit Fetish- und Bondagemotiven erweiterte und jenseits der reinen Kunstrezeption regelmäßig in Porno- und Comicmagazinen veröffentlichte.

Der heute 77-Jährige ist aber weit mehr als ein handwerklich hochtalentierter Provokateur, er ist auch ein sensibler Chronist der japanischen Gesellschaft, der es schafft, den Fetischcharakter alltäglicher Sujets in hintergründigen Bildserien einzufangen. Ein Beispiel für solch weniger offensichtliche Fotokunst ist die Serie „Tokyo“ (1969–73), 28 Diptychen, die sich im Besitz der Münchner Pinakotheken befinden.

Die Präsentation dieser Serie bildet die Basis einer Ausstellung des unbekannten Araki, die noch bis 4. März in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen ist. Diese Exponate werden kombiniert mit weiteren frühen Arbeiten des Künstlers.

Araki Tokyo: Pinakothek der Moderne, München
Nobuyoshi Araki: Ohne Titel, aus: The Past (1972/73, vor 1993) Abb.: Courtesy Sammlung Goetz, München, © Nobuyoshi Araki