Das Internat: Schauspielhaus, Dortmund

Die besten Theaterstücke
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Das Internat: Schauspielhaus, Dortmund
Foto: © Birgit Hupfeld

„Die Verwirrungen des Zöglings Törless“ meet „Das fliegende Klassenzimmer“ meet „Mädchen in Uniform“ meet „Hanni und Nanni“ …

Das Internatsleben ist ein zentrales Motiv in der Literatur, weil sich hier exemplarisch Charakterentwicklung, Abenteuer und Zeitgeschichte in einem bekannten Setting darstellen lassen, obwohl ein Großteil des Publikums reale Internate nicht von innen kennt. Es existiert also eine Vorstellung von Internaten, die ausschließlich durch die Literatur geprägt ist – und dieses künstliche Internatsbild lässt sich quasi amalgamieren.

Regisseur Ersan Mondtag und Dramaturg Alexander Kerlin entwickeln „ein Internat (…), das alle anderen Internate enthält“, eine gesamtliterarische Lehranstalt also, in der sich Mondtags bildgewaltige, assoziationsreiche und manchmal auch ein wenig überbordende Theatersprache austoben kann.

Der Regisseur arbeitet an praktisch allen großen Bühnen des Landes und ist mit „Das Internat“ nun auch in NRW präsent. Aber Vorsicht: So viele Fans Mondtags eklektizistisches Theater hat, so viel Ablehnung ruft seine Kunst auch hervor.

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Das Internat: Schauspielhaus, Dortmund
Foto: © Birgit Hupfeld