Das unerwartete Glück der Familie Payan

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Das unerwartete Glück der Familie Payan

Späte Mutterschaft ist aktuell ein Thema, seit die Reproduktionsmedizin Frauen den Kinderwunsch auch jenseits der Wechseljahre erfüllen kann. Für Aufsehen sorgte dabei 2016 der Fall einer 65-jährigen Deutschen, die Vierlinge zur Welt brachte. Die wird in Nadége Loiseaus Komödie auch erwähnt – denn ihre Hauptfigur Nicole (Karen Viard) wird mit 49 schwanger, aber auf natürlichem Weg. Für die Sorgen und Lebensumstände später Mütter interessiert sich der Film dann überraschenderweise gar nicht so sehr. Er ist vor allem eine Ode an die Mutter an sich und ihre ständige Aufopferung für die Familie, was – da bricht der Film seine leichtgängige Botschaft – andere Familienmitglieder nicht gerade zur Übernahme von Verantwortung motiviert. Vom arbeitslosen Gatten (Philippe Rebbot) über die senile Oma bis zur spätpubertierenden 27-jährigen Tochter (Manon Kneuse) mit eigener sechsjähriger Tochter: Als Nicole wegen dem späten Nachwuchs ausfällt, müssen im wüsten Generationenhaus alle endlich erwachsen werden. Die teils derbe Komik führen die lustvoll agierenden Schauspieler rüber in einen Schwank, der halb in der utilitaristischen Gagmoral einer Schweiger/Schweighöfer-Komödie verharrt und halb mit empathischem Blick die Lebenswelten und Träume von Geringverdienern betrachtet. vs

Das unerwartete Glück der Familie Payan