Den Sternen so nah

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Den Sternen so nah
Foto: Tobis Film

„E.T.“ mal umgekehrt: Der 16-jährige Gardener (Asa Butterfield) kam während einer Weltraumexpedition zur Welt, seine Kindheit und frühe Jugend verbrachte er auf dem Mars. Aber allmählich wächst die Neugier auf den Heimatplaneten seiner Mutter, die bei Gardeners Geburt starb. Als er über einen Chat die in Oklahoma lebende Tulsa (Britt Robertson) kennenlernt, steht sein Entschluss fest: Er will endlich zur Erde fliegen! An diesem Punkt der Geschichte hat sich der Tonfall schon mindestens zweimal geändert. Allein die Eröffnungssequenz, die den Aufbruch der Crew zum roten Planeten schildert, wartet mit einem Pathos auf, für das selbst Michael Bays „Armageddon“ erst mal eine halbe Stunde Vorlauf benötigte. Danach wechselt „Den Sternen so nah“ zur Coming-of-Age-Geschichte inmitten gläserner Laboratorien und stahlblauer Forschungsräume, bevor der Film zum SciFi-Road-Movie wird, vermengt mit Situationskomik, Young-Adult-Romantik und Spielberg’schem Sentiment. Ständige Stilwenden brechen einem Film eigentlich meist das Genick; „Den Sternen so nah“ profitiert sogar davon: Auch wenn für sich genommen nicht alle Elemente funktionieren, machen sie den Film in der Summe erst zu einem sympathisch verqueren Spektakel. sb

Den Sternen so nah
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