Dietmar Wischmeyer: Vorspeise zum Jüngsten Gericht

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Dietmar Wischmeyer: Vorspeise zum Jüngsten Gericht
Foto: Gaby Gerster

Andere wie etwa Gerhard Henschel in „Menetekel. 3000 Jahre Untergang des Abendlandes“ gehen die Sache theoretisch-essayistisch an. Dietmar Wischmeyer widmet sich der Untergangsstimmung in Deutschland szenisch-satirisch. Von der Neighbourhood-Watch-Gruppe über „Das Leben auf dem Dorf als WDR-Produktion“ bis hin zur am meisten vernachlässigten gesellschaftlichen Gruppe, den alten weißen Frauen: Alle kommen sie bei Wischmeyer zu Wort und dürfen sich um Kopf und Kragen reden. Der Mann, der Ende der 1980er-Jahre die Comedy-Sparte bei Radio FFN auf die Beine stellte und so kultige Figuren erfand wie Günther, den Treckerfahre, oder Formate wie „Der kleine Tierfreund“; der Mann, bei dessen Stimme alle in Niedersachsen Aufgewachsenen zwischen 35 und 60 in Verzückung geraten: Dieser Mann ist  hat Nonsens längst mit soziologisch-analytischem Humortiefgang verschränkt. Na ja, nicht immer, im Video oben, das Wischmeyer gemeinsam mit seinem „Frühstyxradio“-Kumpel Oliver Welke zweigt, drehte er im letzten Programm wieder gewaltig an der Nonsensschraube. Welke war es auch, der Wischmeyer in die ZDF-Satiresendung heute-show holte, wo der ruppige Niedersachse wöchentlich zu sehen ist. Dort kriegen wir auch immer Atemnot vor Lachen, wenn wir ihn hören,  und setzen Wischmeyer deshalb schon mal vorab mit „Vorspeise zum jüngsten Gericht“ auf die kulturnews-Bestenliste. Jetzt sind Sie aufgefordert, führ ihn zu stimmen.

Dietmar Wischmeyer: Vorspeise zum Jüngsten Gericht
Foto: Gaby Gerster