Eva Almstädt stellt „Ostseejagd“ vor

Eva Almstädt stellt „Ostseejagd“ vor

Als Eva Almstädt ihre Reihe um die Lübecker Kommissarin Pia Korritki 2004 ins Leben rief, begann der Boom um Regionalkrimis erst. Entsprechend schwimmt auch der zwölfte Band zuverlässig auf der Erfolgswelle des Lokalen. Ihre „Ostseejagd“ verlegt Almstädt dabei nicht zum ersten Mal ins küstennahe Dörfliche – da ist der Kreis der Tatverdächtigen so schön überschaubar. Vor allem, wenn es darum geht, den Mord an unbekannten Toten am Strand und im Wald aufzuklären. Korritki ermittelt zwischen Dorfklatsch, geheimnisvollen Schwestern und ihren privaten Problemen als alleinerziehende Mutter. Dabei kommt Almstädt nie in Verlegenheit, wirklich unter die Haut zu gehen: Ihre Figuren bleiben oberflächlich, sind oft Klischee, und auch Pia Korritki hat in all den Jahren nie richtig an Kontur gewonnen. Genau das aber macht diese Ostseereihe zum erholsam leichtem Lesegepäck fürs Wochenende. vr

Eva Almstädt Ostseejagd

Bastei Lübbe, 2017, 398 S., 10 Euro

18. 5. Hamburg

31. 5. Lübeck

Eva Almstädt stellt „Ostseejagd“ vor