Frank Lüdecke: Über die Verhältnisse

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Frank Lüdecke: Über die Verhältnisse
Foto: @Derdehmel/Urbschat

Der Kabarettist, der schon Programme für das Düsseldorfer Kom(m)ödchen schrieb und Leiter der Berliner Kabarettgruppe Distel war, hat trotz ständiger Tourneen einen schier unendlichen Output an Ideen. Diesmal ist schon der Titel seines neuen Programms so doppeldeutig, wie man es häufig von den Äußerungen Frank Lüdeckes kennt: „Über die Verhältnisse“ greift einerseits die Jahrzehnte alte Behauptung wirtschaftsliberaler und konservativer Politiker auf, wonach wir aufhören sollen, über unsere Verhältnisse zu leben. Lüdecke aber hat was ganz anderes im Sinn, er seziert den Zustand unserer Gesellschaft. Einen „Blick in die Seele zivilisationsgestresster Mitteleuropäer“ verspricht uns der Kabarettist und will dabei Fragen klären wie: „Bedeutet Chancengleichheit, dass der Langsamste die Reisegeschwindigkeit aller bestimmt?“ Oder: „Könnten sich noch mehr Menschen in Deutschland ehrenamtlich engagieren, wenn es bezahlt würde?“ Sie merken, auch das wieder: doppelbödig. Am wichtigsten aber ist angesichts der Wahlergebnisse der letzten Jahre folgende Frage: „Was ist heute politischer? Wählen gehen? Oder Äpfel aus der Region kaufen?“ Wenn Sie die Beantwortung vor allem der letzten Frage für unbedingt angesagt halten, dann müssen Sie hier für Frank Lüdecke stimmen, den wir für sein politisches Kabarett auf die kulturnews-Bestenliste gesetzt haben.

Frank Lüdecke: Über die Verhältnisse
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