Glanz und Elend in der Weimarer Republik: Schirn, Frankfurt

Die Weimarer Republik ist bis heute die Urzelle für die spätere Entwicklung Deutschlands. Faschismus, deutsche Teilung, deutsche Sonderrolle als Staat zwischen den ideologischen Blöcken – all das war schon in der kurzen Zeit von 1918 bis 1933 angelegt.

Die Umbruchszeit war aber nicht nur die Zeit, in der sich eine Gesellschaft zu finden versuchte, es war auch eine Zeit, die insbesondere künstlerisch extrem fruchtbar war. So wie sich die deutsche Gesellschaft in Bezug auf soziale Fragen, Frauenemanzipation, Hierarchiekritik oder sexuelle Befreiung gleichzeitig reformierte und aufrieb, folgten in kurzem Zeitraum mehrere künstlerische Revolutionen aufeinander.

Die kunsthistorisch orientierte Ausstellung „Glanz und Elend in der Weimarer Republik“, die noch bis 25. Februar in der Frankfurter Schirn zu sehen ist, zeigt rund 200 Arbeiten bekannter wie randständiger Künstler dieser Jahre, darunter Hainz Hamisch und Jeanne Mammen.