Klaus Staeck: Museum Folkwang, Essen

Wenn man nach den öffentlich wirkmächtigsten Künstlern der Gegenwart sucht, dann ist Klaus Staeck ganz vorne mit dabei: Einer, der politisches Anliegen, Grafik, Collage und galligen Witz miteinander verbindet, um so Plakatkunst von durchschlagender Kraft zu schaffen, hintersinnig, einleuchtend, böse. Aber auch auf eine klare Weise parteiisch, was seine Kunst auf eine in der Hochkultur verpönte Weise angreifbar macht: Staeck ist seit 1960 Mitglied der SPD, entsprechend ist seine Stoßrichtung gegen rechts immer von vornherein klar.

Nichtsdestotrotz steht die Qualität seiner Kunst außer Frage, längst ist er auch beim politischen Gegner wenn schon nicht geschätzt so doch zumindest akzeptiert – nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeit als Präsident der Berliner Akademie der Künste von 2006 bis 2015. Die Ausstellung „Sand fürs Getriebe“ zeigt noch bis 8. April rund 180 Plakate im Essener Museum Folkwang, erweitert durch frühe Druckgrafik und Multiples.