Filme // Review

Drama
Verleih Neue Visionen
ls einen Film "der Novelle Vague des zentralasiatischen Kinos" preist der Verleih diesen ersten abendfüllenden Spielfilm des 42jährigen Regisseurs und Malers Aktan Abdikalikov. Das Etikett klingt etwas kurios, auf den zweiten Blick allerdings überzeugt es schließlich sehr. Fern ab unserer cineastischen Welt, in Kasachstan und Kirgisien, hat eine neue Generation von Filmemachern ihre eigene, sich von der russischen Tradition distanzierenden Bildsprache entwickelt. In einem ausgelassenen, poetischen, fast durchgehend schwarz-weißen Bilderreigen erzählt Abdikalikov vom Erwachsenwerden eines Jungen zwischen jugendlicher Ausgelassenheit und beginnendem Ernst des Lebens, seiner erste Liebe und vom Alltag in seinem Dorf. Die Mittel sind reduziert, die Bilder geradezu prächtig, der Ton und die Musik beinahe von suggestiver Wirkung und die weitgehend sehr jungen Darsteller von übermütigem Elan. Ein ungewöhnlicher Film, der in seiner Schlichtheit überzeugt und mitreißt, den zu entdecken sich wirklich lohnt.
(ascho)






