// Künstlerportal: Alexander Knappe

Alexander Knappe // Story

Alexander Knappe
Foto: a.s.s.

Vergeben und vergessen

Die Juroren einer Castingshow warfen Alexander Knappe nach einer Lüge hochkant raus. Mit Folgen: Heute macht der 27-Jährige abgrundtief ehrlichen Pop. Interview: Katharina Behrendsen

Gefunden in

kulturnews: Alexander, gerade hast du dein erstes Album fertiggestellt, das du mit einem Song namens "Meilenstein" eröffnest. Ist es auch einer?
Alexander Knappe: Für mich persönlich: ja. Ob es musikalisch ein Meilenstein ist, das müssen die Zuhörer für sich entscheiden. In dem Song geht es darum, dass es Momente gibt, von denen man erst später weiß, dass sie ein Leben oder zumindest einen Lebensabschnitt verändert haben. Und so ein Ereignis gibt es natürlich auch für mich. Es war der Moment, wo ich bei "X-Factor" ausgeschieden bin. Das war ein Gefühl der absoluten Leere - nicht zu wissen, wo man hin will.

kulturnews: Und heute sagst du selbstbewusst: "Ich will zeigen, wer ich bin - weil ich inzwischen weiß, wer ich bin."
Knappe: Nach meinem Aus bei "X-Factor" habe ich viele Anfragen bekommen. Ich habe mich aber nur mit Kai Olive Krug getroffen. Und dann habe ich plötzlich mit ihm im Studio gesessen und die ersten Songs geschrieben - obwohl ich vorher nie Songs oder auch nur Texte selbst geschrieben habe.

kulturnews: Als dein Produzent wollte, dass du deine eigenen Songs schreibst, hast du nicht erst mal gedacht: Das kann ich doch gar nicht?
Knappe: Ja, doch. Oder sagen wir mal: Ich war skeptisch. Auch ob das gut ist, was ich da mache. Aber Kai und ich haben so ein Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ich kann ja nur singen, ich spiele kein Instrument. Da braucht man jemanden, der das umsetzt, was man im Kopf hat, und das funktioniert mit Kai super.

kulturnews: Deine Angst vorm Songwriting ist also schnell verraucht. Aber wie sah es mit der Angst vor dem Publikum aus? Immerhin bist du ja kein unbeschriebenes Blatt und mit deinem vorgetäuschten Kreuzbandriss bei "X-Factor" hast du dir nicht gerade Freunde gemacht.
Knappe: Ich bemerke schon Skepsis, und bekomme auch mal Kommentare wie "Der soll bleiben, wo er war". Aber das sind wenige. Interessanterweise wird mein Fehltritt heute gar nicht mehr so negativ aufgenommen, wie ich gedacht hatte. Im Endeffekt ist es ja auch so, dass alle Fehler machen - und es entscheidend ist, dass man aus den Fehlern lernt. Und wenn die Skeptiker dann sehen: Der hat ein Album am Start, der hat daraus gelernt - dann nehmen sie einem die Wandlung auch ab.


kulturnews präsentiert
26. 5. Berlin, Prvatclub
1. 6. Hamburg, Prinzenbar
4. 6. Köln, Blue Shell
5. 6. München, Backstage Club

24.05.2012

Platten // Reviews


Zugabe

Zehn Jazzsampler der Reihe „Magic Moments“ zu gewinnen!

style+

Der neue Style-Guide als PDF zum Durchblättern

kulturnews // präsentiert



Das Pack

Ticketshop


kulturnews

Das Magazin als PDF zum Durchblättern