Platten // Review

Gitarrenrock
Erscheintermin 1.1.1999
Intercord
Keine Soli. Keine Effekte. Nur das zelebrierte Drama, zu dem der Rock 'n' Roll in den besten Momenten fähig ist. James Brooker und David Ireland hörten lange Krautrock. Auf ihrem Debütalbum ist diese Vergangenheit noch spürbar, musikalisch aber sind sie Mogwai oder The Church (wenn sie lange Sessions spielen) viel näher. Dunkel wogt ihr mit Gitarren fundierter Rock dahin, er ist von heiligem Ernst, langsam, konzentriert, und er vertraut bedingungslos darauf, daß wir noch fähig sind, uns vom Feuerwerk der Zitate nicht blenden zu lassen, daß wir des effekthascherischen Crossovers müde sind. "The temperature's rising" singen sie, und am Ende dieses Albums siedet alles, aber nirgends lodern Flammen. Wie gesagt: keine Effekte. Aber ein Drama, das uns lange beschäftigen wird. (mw)






