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Filme // Review

Ayassi
Bewertung
Drama
Erscheintermin 20.7.2006
Verleih Kinostar
Medium Kino
Vinzent

Da wollte jemand richtig viel: Ein "Arthaus-Gothic-Drama-Noir" sollte es werden, das Kafka, David Lynch, Hitchcocks "Vertigo" und Polanskis "Der Mieter" einfach mal so in den Schatten stellt. Ein mysteriöser Film über Paranoia, Traum und Wahn, an dessen Entschlüsselung die Zuschauer noch in Jahren arbeiten sollten. Dafür hat der Berliner Werbefilmer Ayassi einen Mann (Detlef Bothe) beim Sammeln von Unterschriften gegen Tierversuche in ein heruntergekommenes Mietshaus geschickt, um in den folgenden 90 Minuten seltsamen Bewohnern (Karin Baal, Anna Thalbach, Thomas Bestvater) zu begegnen und sich in Treppenhäusern zu verlaufen. Daniel Gottschalk fährt alle erdenklichen Effekte und Perspektiven auf: Mit verzerrten Objektiven windet sich seine Kamera spiralförmig das Treppengeländer hinauf oder linst durch Türspione. All diese ästhetischen Mätzchen und Spielereien aber nutzten nichts, die Geschichte bleibt dünn, trotz aller Verschleierungstaktiken - die innere Logik dieses filmischen Alptraums ist nicht nachvollziehbar. Als Zugabe agieren die Darsteller steif wie Laienschauspieler und quälen sich mit ihren bedeutungsschwangeren Dialogen. (ascho)





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