// Künstlerportal: James Taylor

Platten // Review

James Taylor
Bewertung
Singer/Songwriter
Erscheintermin 2.9.2002
Sony
October Road


Seit 30 Jahren ist Taylor der Softie vom Dienst. Das Schluffitum hat er zur Kunstform erhoben, Sensibilität zum Totschlagsargument, sein Timbre ist ein schallgewordener Schurwollschal, gewebt aus Melancholie und einem sinnierenden Lächeln. In wohligem Trab dämmern seine Songs dahin; das Aufregendste, das er ihnen zumutet, ist hie und da ein wenig Barjazz-Flair. Keiner hat James Taylor über den Anbruch eines neuen Jahrtausends informiert, keiner hat ihn angetippt und ihm gesagt: James, nun komm mal aus den Puschen, deine Lieder klingen seit einem Vierteljahrhundert gleich. Und weil das niemand getan hat, klingen auch die neuen wie fast alle davor: verschlurft und versonnen, traurig leise und irgendwie beruhigend. Soma für die Welt, Balsam für die Nerven. Mach weiter so, James, durch dich wird die Welt garantiert nicht früher vergehen als eh vorgesehen. (mw)




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