Lianne La Havas // Story
Eine neue Art von Soul
Lianne, der Titel deines Debüts lautet "Is your Love big enough". Und, ist deine Liebe groß genug?
Lianne La Havas: Ja. (lacht) Das will ich doch schwer hoffen! Der Titelsong handelt allerdings - im Gegensatz zu vielen anderen meiner Songs - nicht von meinem Freund oder meinem Ex. Er handelt von der Liebe zu sich selbst und vom Respekt vor sich selbst.
Wann hast du herausgefunden, dass die Liebe zur Musik bei dir größer ist als alles andere? Eigentlich war dein Plan doch, Kunstlehrerin zu werden.
Lianne La Havas: Genau, oder irgendetwas mit Design. Deswegen habe ich auch schon in der Schule einen Schwerpunkt auf Kunst gesetzt und danach ein Kunststudium begonnen. Musik habe ich allerdings auch immer gemacht. Und irgendwann ist mir aufgefallen, dass Musik das Einzige ist, das sich wirklich nie wie Arbeit, sondern immer nur wie Spaß angefühlt hat.
Aber gerade, dass es sich nicht wie Arbeit anfühlt, hält doch viele Leute davon ab, Musik als Karriereoption zu betrachten.
Lianne La Havas: Stimmt. Und anfangs hatte ich auch genau diese Mentalität. Aber dann habe ich Menschen kennengelernt, die Musiker waren und Platten aufgenommen haben. Meine alte Schulfreundin Rox, die gerade durchstartete, hat mich als Backgroundsängerin mit auf Tour genommen, so dass ich mir das alles mal anschauen konnte. Und dann waren die Leidenschaft und der Wunsch, es selbst zu versuchen, einfach größer, als der Wunsch, das Studium zu beenden.
Zu diesem Zeitpunkt warst du 18 und hattest gerade erst mit dem Gitarrespielen begonnen. Wie hast du deinen eigenen Stil entwickelt?
Lianne La Havas: Auf jeden Fall langsam. Mein erster selbstgeschriebener Song war davon bestimmt, welche Töne ich schon spielen konnte. An meinen Fähigkeiten ist dann auch mein Sound gewachsen.
Kannst du deinen Stil beschreiben?
Lianne La Havas: Schwer. Ich bin definitiv von Jazz und Blues beeinflusst, und meine Musik beinhaltet von allem, was ich mag, ein bisschen. Aber ich denke, dass ich immer von meiner Seele aus spreche. Ich würde es also als eine neue Art von Soul bezeichnen.
Live:
27. 11. Berlin
28. 11. Köln
29. 11. Frankfurt
2. 12. München
3. 12. Hamburg
25.10.2012
Platten // Reviews
- Is your Love big enough? (2012) // CD







