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Malika Ayane // Story

Malika Ayane
Foto: Federico De Angelis

Wie dunkles Orange

Italien liegt ihr zu Füßen, Paolo Conte schreibt für sie: Malika Ayane (26) könnte die erloschene Fackel des Italopop wieder zum Lodern bringen – europaweit. Interview: Matthias Wagner

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kulturnews: Malika, das Unterhaltsamste, was seit Jahren aus Italien kommt, ist euer Ministerpräsident Berlusconi. Warum ist Italopop kein Exportschlager mehr?
Malika: Die Popwelt hat sich mit den Jahren ebenso verändert wie die Hörgewohnheiten. Inzwischen denken die Hörer eher darüber nach, auf welchem Weg sie sich Musik beschaffen. Und das führt dazu, dass sie einen Künstler und sein Werk weniger unmittelbar, nicht mehr so komplett wahrnehmen. Es ist inzwischen viel schwieriger geworden, ein bekannter und beliebter Musiker zu werden.

kulturnews: Du giltst als große Hoffnung des italienischen Pop. Kein schönes Gefühl, oder?
Malika: Es ist eher eine Ehre, so etikettiert zu werden. Und ich tue mein Bestes, um meine Musik weiterzuverbreiten, europa- und weltweit.

kulturnews: Um europaweit Erfolg zu haben, muss man aber immer auch Kompromisse eingehen, stilistisch und sprachlich. Welche davon schmerzen am meisten?
Malika: Finde ich gar nicht, dass man das muss. Musik verträgt keine Kompromisse, und ich könnte sie auch nicht akzeptieren. Wenn du dich wirklich als Sängerin fühlst, wirst du das immer bleiben, sogar, wenn du nur zu Hause unter der Dusche singst. Ich war längst eine Sängerin, bevor ich mein erstes Album aufgenommen habe, und ich werde immer noch eine sein, wenn das hier alles vorbei ist.

kulturnews: Paolo Conte beschreibt deine Stimme als "dunkelorange mit dem Bukett eines seltenen, bitteren Gewürzes". Kannst du seitdem überhaupt noch unbefangen singen, ohne dieses Zitat ständig im Kopf zu haben?
Malika: Als Maestro Conte das gesagt hat, war ich geplättet. Ich war immer ein Riesenfan von ihm, und als ich mitbekam, dass er einen Song für mich geschrieben hat, war ich elektrisiert. Alles, was ich jetzt tun kann, ist weiterarbeiten - und so beweisen, dass Conte richtig lag.

kulturnews: Dein Spektrum ist sehr breit. Zwischen Pop, Soul und Barjazz beherrscht du praktisch jeden Stil. Man kann dadurch nur schwer vorhersagen, in welche Richtung du dich entwickeln wirst. Weißt du es wenigstens schon?
Malika: Ich liebe jede Art Musik, die emotional ist. Ich höre mir im Radio jedes Genre an. Musik kennt nun mal keine Grenzen.

kulturnews: Noch mal zurück zu Berlusconi. Sein "Bunga-bunga", von dem ganz Italien redet: Wäre das auch was für Angela Merkel?
Malika: Ich habe gerade angefangen, Stepptanz zu lernen. Großartig! Und das würde gewiss auch Angela Merkel eher bevorzugen.

Grovigli ist Ende des Jahres erschienen.


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