// Filmportal

The Punisher



Bewertung
Action
USA/2004/124 Min.

Regie
Jonathan Hensleigh
Darsteller
Thomas Jane
John Travolta
Rebecca Romijn-Stamos

Start 10.6.2004
Verleih Columbia TriStar

Rache ist Blutwurst - Das macht im Grunde keinen Sinn. Die Kinofassung des Marvel-Comics ist da ähnlich. Aber genauso, wie man die Floskel dennoch benutzt, hat auch "The Punisher" jenseits seiner inhaltlichen Ungereimtheiten Qualitäten. Die Familie des FBI-Agenten Castle (Jane) stirbt bei einem Anschlag des Gangsters Saint (zahm: Travolta). Castle überlebt und schwört Rache ... Plumpe Dezimierung der Mörder nach dem Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip ist Regisseur Hensleighs Sache nicht. Ihm steht der Sinn nach abruptem Tempowechseln, raschen Humor-Scherzi und Spritztouren weg vom Plot. Den Höhepunkt bildet da eine Szene, in der ein hünenhafter Russe mit Castle als menschliche Abrissbirne das Haus zerstört, während seine skurrilen Nachbarn nebenan zu Verdis "La Donna e mobile" kochen und singen. Hensleigh fehlten die finanziellen Mittel, um alle fünf Sekunden etwas in die Luft zu jagen. Zwangsläufig ist "The Punisher" ein astreines B-Picture, das den Figuren mehr Raum einräumt als den Feuerwerken. Auch wenn das mit starken Rhythmus- und Stimmungsschwankungen in Handlung und Atmosphäre einhergeht: Die Ironie, die vor allem Thomas Jane als Punisher verströmt, macht den Film trotz seiner Mängel angenehmer als Action-Amok wie "Bad Boys 2". In "Kill Bill" heißt es: "Rache ist eine Mahlzeit, die man am besten kalt serviert." Stimmt - es wird sowieso nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Von wegen Floskel und so ... (vs)




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