// Filmportal

The saddest Music in the World



Bewertung
Musikromanze
KAN/2003/99 Min.

Regie
Guy Maddin
Darsteller
Mark McKinney
Isabella Rossellini
Maria de Medeiros

Start 7.12.2006
Verleih Weltecho

Ein Film über die traurigste Musik der Welt? Mit Isabella Rossellini als Bierbaronin? Die überdies verkündet: "If you’re sad, and like beer I’m, your lady". Den Film wollte ich sehen, zumal ich mich erinnerte, dass er bei diversen Festivals lobend erwähnt wurde. Nun denn. Flaue Einleitung, auf alt getrimmt, grobkörnig, dann eine Straßenbahn, die Endstation ist ein Bierlokal, das gefällt. Wir befinden uns in Kanada zur Zeit der Prohibition. Winnipeg wurde zur traurigsten Stadt der Welt gekürt, was Lady Port-Huntly (Rossellini) zu einem Wettbewerb inspiriert: Sie sucht die traurigste Musik der Welt. Leider geht’s nicht wirklich um traurige Musik, die wird zynisch als Gameshow abgehandelt. So erzählt der Film vornehmlich vom Zusammentreffen zweier ungleicher Brüder und ihres Vaters, deren Schicksale durch zwei Frauen miteinander verknüpft sind. Es ist ein Film jenseits der Sehgewohnheiten zeitgenössischer Kinogänger, grobkörnig und in Schwarz-Weiß, Musical, Farce und Drama zugleich, eine abstruse Geschichte mit absurden Dialogen: "Sind Sie Amerikanerin?" "Nein, ich bin Nymphomanin." Ein Kunstwerk, das dem Surrealismus huldigt, diesen jedoch nicht überwunden hat. Ein Film aber auch, der langweilt. (jan)



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