// Filmportal

The Strangers





Bewertung
Thriller
USA/2008/85 Min.

Regie
Bryan Bertino
Darsteller
Liv Tyler
Scott Speedman
Gemma Ward

Start 20.11.2008
Verleih Kinowelt

Es gibt Filme, die in ihrer kniffligen Machart das Genre neu beleben und dabei überaus innovativ gemacht sind. Die aber das Publikum derart verstört und geschockt zurücklassen, dass man sich wünscht, diese Film nie wieder sehen zu müssen. Wer nach "The Strangers" das Kino verlässt, wird für den Rest des Tages ein ähnliches Unbehagen spüren wie nach Michael Hanekes "Funny Games", jener Gewaltstudie, die Leinwandtäter zeigte, die ohne Gründe oder Motiv töten - und das auch vor der Kamera zugeben. Wie in vielen Filmen des Thriller- und Horrorgenres ist auch hier ein Ferienhaus der Ort des Schreckens. Kristen (Liv Tyler) und James (Scott Speedman) kehren dort nach einer Hochzeitsfeier ein - doch noch in der Nacht klopft es an der Tür, und das Versteckspiel mit den maskierten Peinigern beginnt. Wo "Funny Games" den Betrachter im Laufe der Handlung auf einer Metaebene direkt als vermeintlichen Gewaltvoyeur denunziert, ist Bryan Bertinos Regiedebüt reduziert auf den psychologischen Terror, der sich weniger in explizitem Gemetzel als im meisterhaften Einsatz von Suspense äußert. Neben dem branchenüblichen Türenquietschen, Trommeln und Dielenknistern ist es vor allem das klaustrophobische Ambiente des Ferienhauses, das die Zuschauer zu Mitgefangenen macht. Der konsequente Verzicht auf ersehnte Atempausen schafft gleichzeitig einen Horror von solcher Kohärenz und Dichte, dass einem der im Vorspann eingestreute Satz "Based on true events" gar nicht mehr aus dem Kopf geht ... (ds)



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