// Filmportal

Teenage Angst



Bewertung
Psychodrama
D/2008/64 Min.

Regie
Thomas Stuber
Darsteller
Franz Dinda
Niklas Kohrt
Janusz Kocaj

Start 29.1.2009
Verleih Salzgeber

Verzogene Schüler fangen aus Langeweile an, einen ihrer Mitschüler zu quälen, und der lässt es auch noch mit sich machen. Thomas Stubers "Teenage Angst" bietet diese Lesart durchaus an - und ermöglicht es so, sich von der Handlung zu distanzieren. Die vier reichen Söhne Konstantin, Dyrbusch, Bogatsch und von Leibnitz treffen sich nachts verbotenerweise in einer Hütte nahe ihres Internats. Sie trinken, sie spielen, sie schwören sich Loyalität, und eines Nachts vergewaltigen sie beinahe eine junge Frau. Der schüchterne von Leibnitz (Janusz Kocaj) verhindert das Verbrechen und wird infolge selbst Opfer der grausamen Quälereien seiner Freunde. Einzig Konstantin (Franz Dinda) hält sich zurück - hat aber nicht den Mumm, die anderen aufzuhalten. Schließlich eskaliert die Situation. Der 27-jährige Filmstudent Stuber inszeniert sein Psychodrama als düsteres Kammerspiel vor spärlicher Kulisse und mit minimalem Personal. Diese Reduktion ermöglicht eine zweite und bessere Lesart: "Teenage Angst" zeigt das verdichtete Abbild einer Gesellschaft, in der unsichtbare Gewalt zur Realität gehört, in der Dazugehören alles ist, in der Zivilcourage hinter Selbstschutz hintenan steht. Gerade einmal 64 Minuten braucht der Film für seine schmerzvolle Geschichte, die locker auch eine Stunde mehr hätte füllen können. Gut, dass der nachdenklich stimmende Streifen trotz seiner unkonventionellen Länge in die Kinos kommt - zusammen mit dem großartigen 13-Minüter "The saddest Boy in the World". (jul)




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