Russendisko


Komödie
D/2011/100 Min.
Regie
Oliver Ziegenbalg
Darsteller
Matthias Schweighöfer
Friedrich Mücke
Christian Friedel
Start 29.3.2012
Verleih Paramount Pictures
Eins an der Verfilmung von Wladimir Kaminers 2002er-Bestseller ist bemerkenswert: Selten haben so viele deutsche Schauspieler so viele Russen gespielt. Schweighöfer und Mücke ("Friendship!") sowie Friedel gehen als junge Moskauer 1990 ins Wende-Berlin, wo sie lieben, leiden, saufen und dabei so russisch aussehen wie Til Schweiger, wobei sie verständlicheres Deutsch sprechen. Diese Besetzungsidee ist von Regiedebütant Ziegenbalg mit sonnendurchfluteten Aufnahmen eines Theaterset-Berlins bebildert und randvoll mit den abgenutztesten Klischees, die ein Feelgoodmovie kennt: Leidenschaft, Happyness, Desaster, Rückeroberung der Geliebten via Radiosendung, Happyend. Das kommt ohne eine einzige originelle Idee aus, behauptet alles nur, was es fühlbar und sinnlich darstellen sollte und hat in Schweighöfer als Kaminer einen Hauptdarsteller, dessen Mischung aus Schluffi und Charmeur endgültig ein Indiz für mangelnde darstellerische Bandbreite ist. Das einzig Russische an diesem Film: Man wird schwermütig, wenn man sich seine uneingeschränkte Banalität klar macht. (vs)







