Woody Allen: A Documentary
41 Filme in 41 Jahren: Seit der Gagschreiber Woody Allen aus Brooklyn zum Filmemacher wurde, funktioniert er wie ein Uhrwerk. Robert Weides Porträt dieses reichen Lebens fügt Archivmaterial und Interviews zur facettenreichen Eloge auf einen der wichtigsten Kinoregisseure der Geschichte zusammen. Die kurzweilige Doku verschweigt dabei die Brüche nicht: die vernichtenden Kritiken für "Stardust Memories" (1980), der Skandal, als seine Affäre mit der eigenen Adoptivtochter aufflog. Doch Weide reitet auch nicht darauf herum. Wichtiger ist ihm (und wem nicht?) Allens Rang als Komiker, Kinostilist, Sinnsucher. All seine Träume, sagt der 76-Jährige am Ende des Films, seien wahr geworden, und trotzdem habe er das Gefühl, es irgendwie vermasselt zu haben. Eine Koketterie, die perfekt passt zu diesem Porträt eines melancholischen Clowns, der in all seinen Filmen - den Komödien, den Tragödien und allen dazwischen - mit selbstironischer Verzweiflung die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Obwohl er die Antwort auf diese Frage schon lange kennt. (mw)








