// Filmportal

Rum Diary





Bewertung
Tragikomödie
USA/2011/120 Min.

Regie
Bruce Robinson
Darsteller
Johnny Depp
Aaron Eckhart
Amber Heard

Start 02.08.2012
Verleih Wild Bunch

Eine Hunter-S.-Thompson-Verfilmung mit Johnny Depp in der Hauptrolle: Diese Formel verhalf schon "Fear and Loathing in Las Vegas" zu Kultstatus - doch der lange Schatten des Anarchoklassikers entpuppt sich für "Rum Diary" eher als Fluch denn als Segen. Wieder geht es um einen Journalisten mit bedenklichem Betäubungsmittelkonsum: Paul Kemp (Depp) zieht es in den 50er-Jahren nach Puerto Rico, wo er ein mittelmäßiges Blatt auf Trab bringen will. Dass daraus nichts wird, liegt nicht nur an der chaotischen Redaktion (Highlight: Giovanni Ribisi als Trunkenbold mit Hitler-Plattensammlung), sondern auch an Kemps intimer Bekanntschaft mit puertorikanischem Rum und anderen Rauschmitteln. Konsequenz: Wahnvorstellungen, zerstörte Autos und ein angezündeter Polizist. Nach einem Auftakt voller Absurditäten und Wortwitz ("Deine Zunge sieht aus wie ein vorwurfsvolles Gedärm!") verliert sich der Film zunehmend in Kritik an gierigen US-Investoren. Den verpeilten Kemp als edlen Rächer hinstellen zu wollen, verdient aber bloß das Prädikat "Kitsch". (dpp)



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