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Drama
GB/AT/F/BR/2011/110 Min.
Regie
Fernando Meirelles
Darsteller
Rachel Weisz
Jude Law
Anthony Hopkins
Start 16.8.2012
Verleih Prokino
Das mexikanische Kino steht im Zeitalter der Globalisierung: Alejandro González Iñárritu verband in "Babel" Individuen, Schicksale und Kulturen quer über den Globus, Fernando Meirelles ("City of God") spinnt ein Netz zwischen Wien, Bratislava, London, Paris und Phoenix: Weil sich Tom (Jude Law) entscheidet, seine Frau nicht zu betrügen, beeinflusst das Ereignisse im Leben von gut einem Dutzend Menschen ... Meirelles Kinokaleidoskop ist dicht und organisch inszeniert, seine Kamera scheint integraler Bestandteil der Handlung zu sein, so selbstverständlich fängt sie die Charaktere ein, in Metallgrau und Lichtgelb und immer wieder durch Fenster und als Reflexion in Glastüren. Alles ist präzise gespielt und geschrieben, und Meirelles gelingt es, seine zwölf Protagonisten gleichberechtigt nebeneinanderzustellen. Doch ohne Hierarchie, ohne klare Hauptfiguren, mit denen man sich identifizieren kann, und ohne einen Hauptkonflikt fehlt dem Drama irgendwie doch ein Zentrum. Genau wie ihm bei seinen vielen Handlungssträngen eine übergeordnete Aussage fehlt. Zwar kreisen alle Geschichten um Ehe, Liebe, Beziehung, Betrug und Sex, doch ansonsten sagt Meirelles nur: Alles hängt zusammen, was A entscheidet, kann T beeinflussen. So hinterlässt ein beeindruckender Film am Ende ein leichtes Gefühl von Irrelevanz. (vs)






