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Köln // Senftöpfchen

Senftöpfchen
Große Neugasse 2-4
50668 Köln
fon: 0221-258 10 58
website: http://www.senftoepfchen-theater.de

Kabarett mit langer Tradition in der Altstadt. Mindestverzehr ist Pflicht.

Senftöpfchen // Aktuelles Programm

    Barbara Kuster:
    Foto: Jens Wiese / Agentur Hanna Kuster

    Kabarett

    "Preußische Erziehung! Das heißt: nicht rumschwächeln, sondern klotzen!" So stellt Barbara Kuster sich in ihrer Vita selbst vor, und dieses Granitharte im Wesen übernimmt sie auch in ihre Rolle als Kabarettistin. Sie peitscht das Programm mit einer Führungsstärke durch, die manchmal schon an Sadismus grenzt. Aber haben wir das nicht auch verdient? Mit ihrer Rolle steht Barbara Kuster jedenfalls quer zu allem, was der politische Markt derzeit zu bieten hat: Die Kanzlerin: ein stilles Wesen. Die Opposition: ein Haufen voller Weicheier. Da muss die Eiserne Lady in Personalunion schon alles selbst erledigen. Was sie mit eisernem Besen auch gerne tut.


    Uhr // Senftöpfchen // Köln

    Florian Schroeder:
    Foto: Frank Eidel

    Kabarett

    Was Soziologe und Systemtheoretiker Niklas Luhmann mal die Reduzierung von Komplexität nannte und jedem von uns abverlangte, das erledigt im Zeitalter des Overkills an Komplexität ein Kabarettist. "Entscheidet euch!" ruft uns Florian Schroeder angesichts seines neuen Programms entgegen und hat gleich Vorschläge zur Hand. Zu Hause bleiben oder ausgehen? Kein Problem: Schroeder dekliniert für uns die Situation durch und trifft die Entscheidung. Oder ist sie schon gefallen? Schließlich sitzen wir gerade bei Schroeder in der Vorstellung! Ach was, zu kompliziert, nächste Frage: Mieten oder kaufen? Auch kein Problem, sagt Schroeder, Hauptsache, wir entscheiden uns, bevor wir uns zu sehr kundig gemacht haben, denn: Zu viele Optionen und zu viel Wissen legen uns nur lahm. Schroeder lehrt uns den Mut zur Wissenslücke und zur Entscheidung aus dem hohlen Bauch heraus. Hingehen? Aber ja doch, nicht lange überlegen!


    Uhr // Senftöpfchen // Köln

    Severin Groebner
    Foto: Mathias Kling

    Kabarett

    Ottfried Fischer nannte ihn mal eine Weltuntergangsstimmungskanone. Einem Wiener Kabarettisten das zu unterstellen, ist natürlich ein Ritterschlag. Doch Severin Groebner hat sich diese Auszeichnung auch redlich verdient. Wie er uns etwa von der Niederschlagung des Aufstands der Bevölkerung in Oberitalien 1948 durchs Österreichische Heer erzählt und vom Radetzkymarsch, den Richard Strauss dem siegereichen 82-jährigen Feldmarschall Johann Joseph Wenzel Graf Radetzky anschließend widmete und den wir immer noch so gerne hören; wie er die Analogie zu heute herstellt und den Herrschenden empfiehlt, sich doch mal was von Österreichs musikalischer Abfederung von Militäreinsätzen abzuschauen: das lässt einen schaudern. Aktuell ist Groebner unterwegs mit den Programmen "Vom kleinen Mann der wissen wollte wer ihm auf den Kopf g’schissen hat", und "Servus Piefke!".


    Uhr // Senftöpfchen // Köln

    Der Tod:
    Foto: www.endlich-tod.de

    Death Comedy

    Das hat ja wohl noch gefehlt: der Tod als Comedy! Doch wie man es auch dreht und wendet, diese Geschichte ist wirklich gut. Da steigt der kleine Tod bei der Tod GmbH aus, weil es ihm dort zu unmenschlich zugeht, und zieht in eine WG, von wo aus er sein Gewerbe gründlich umkrempelt und ab sofort mit Konfetti, Blockflöte und Sense-to-go auftritt. Der Sensenmann kommt also nicht in die Show, um seine Gäste mitzunehmen, nein: Er will seine Biografie loswerden, will uns erzählen, wie er wurde, was er ist. Nur zum Ende hin wird es dann doch noch brisant, denn dann spielt doch er noch mit uns das Spiel der Spiele: "Stadt, Land, Schluss".


    Uhr // Senftöpfchen // Köln

    Nils Heinrich:
    Foto: Hendrick Schneller

    Kabarett

    Der Mann kann aber auch keine Ruhe geben. Nach "Ach komm!" bringt er mit "Mach doch ’n Foto davon" seine zweite Premiere innerhalb eines halben Jahres auf die Bühne. Wo soll das noch enden? Außerdem droht Nils Heinrich schon wieder, ausufernd zu singen! Wir sind erschüttert. Inhaltlich geht der Kabarettist, der noch in der DDR sozialisiert wurde, auf ein von ihm so genanntes "Zwischendeutschland" ein. Er diagnostiziert für uns eine Nation, die zwischen allen Stühlen sitzt. Worauf das hinausläuft? Wissen wir noch nicht, haben das Programm ja noch nicht gesehen. Nur irgendwas mit Gesundheitsgläubigkeit, Medienwahn und Verschwörungstheorien im satten Bürgertum soll es sein, wie der Meister selbst verlauten lässt.


    Uhr // Senftöpfchen // Köln

    Lisa Fitz:
    Foto: Lena Busch

    Kabarett

    Von Mut handelte ihr letztes Programm, jetzt thematisiert Lisa Fitz das Thema "Gewonnen wird im Kopf". Doch zu glauben, die Kabarettistin sei eine Art Motivationstrainerin, irrt. Lisa Fitz schlüpft in unterschiedliche weibliche Rollen, um diese in ihren Berufen und allgemein in ihren Stärken darzustellen, nicht um dieser Stärken selbst willen, sondern um wegen der kritischen Haltung dieser Figuren. Wobei diese Haltung dann schon wieder doppelbödig ist, denn Lisa Fitz präsentiert sie gerne überzogen und gibt die Figuren damit den Lachern des Publikums preis. Lisa Fitz ist die erste deutsche Kabarettistin, die ihre Programme und Songs selbst schreibt.


    Uhr // Senftöpfchen // Köln

    Sascha Korf:

    Comedy

    Sascha Korf hat ja was zu erzählen. Nicht nur, dass er den Bühnenauftritt als Workout versteht, um sich fit zu halten. Er erzählt ja auch Geschichten über kohlehydratarmes Brot, das nach Strümpfen schmeckt. Oder über seinen Aggressionsschub auf einer Ayurvedafarm. Nur: Man kann sich Sascha Korf nicht vorstellen, wie er einen Aggressionsschub kriegt. Weil: Er ist einfach zu lieb. So lieb, dass man ihn am liebsten drücken möchte. Seinem "energetischen Spontankabarett mit Lachgarantie" fehlt so noch etwas die nötige Durchschlagskraft. Da hilft nur regelmäßiges Workout ...


    Uhr // Senftöpfchen // Köln


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