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Hamburger Thalia feiert 100-Jähriges
Fast unbemerkt feierte das Hamburger Thalia Theater am Wochenende seinen 100. Geburtstag am aktuellen Standort in der Hamburger Innenstadt: Am 31. August 1912 wurde das Theatergebäude in unmittelbarer Alsternähe eröffnet, im Zeitrahmen und ohne massive Kostensteigerungen - wie Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) anmerkte, im Eingedenk der Tatsache, dass die Baumeister der Elbphilharmonie ihr diese Freuden nicht machen werden.
Ein wenig ging die 100-Jahr-Feier unter in der Vorfreude die erste große Premiere der Spielzeit: Jan Bosses Inszenierung von Anton Tschechows Frühwerk "Platonow". Ein harter Brocken ist das von rund sieben auf gut vier Stunden eingedampfte Stück, wobei die Entscheidung für solche eine Inszenierung als Geburtstagsgeschenk auch etwas aussagt über das Selbstverständnis des Thalia Theaters: "Wir schmeißen uns nicht ran", stellte Thalia-Intendant Joachim Lux klar. "Und deswegen machen wir heute abend auch nicht die 'Dreigroschenoper' oder 'Kiss me, Kate', sondern 'Platonow'!" (fis)






