Leipzig // Programm der Region
OMD
Synthiepop
In den 1980ern und 1990ern wurden OMD zu Heroen des New Wave. Dann verschwanden sie von der Bildfläche. 2010 beschlossen sie, ihre Geschichte mit dem neuen Album "Modern History" fortzusetzen. In den Diskonebelschwaden wabert aber noch immer der Synthiezauber aus den Anfangstagen der Briten und fordert mal zum innigen Engtanz, mal zum realitätsvergessenen Beineschütteln auf.
20:00 Uhr // Haus Auensee // Leipzig
Postrock
Vorsicht: Vessels ziehen in ihren Bann. Die Band lässt aus Post- und Progrock sowie darunter herwabernder TripHop-artiger Elektronik hypnotisch repetitive Songs entstehen, in die man immer tiefer versinkt. Bevor irgendwann im Verlauf der zweiten Jahreshälfte ihre neue Platte erscheint, gibt es noch einmal die Chance, sich das Quintett aus Leeds anzuschauen, das bereits mit den etablierten Progrockern Oceansize auf Tour war.
20:00 Uhr // Werk II // Leipzig
Sean Paul
Dancehall
Laut eigenen Angaben ist unter den Ahnen Sean Pauls sogar ein Pirat zu finden. Der 40-jährige Musiker, den man problemlos als King of Dancehall bezeichnen darf, entert auch heute noch - allerdings Charts und Clubs. Dabei geht es mit elektronischen, rhythmusgetriebenen Dancebeats zwar nicht unbedingt ruhiger zu, wohl aber ausgelassener und friedlicher.
20:00 Uhr // Haus Auensee // Leipzig
Thomas Godoj
Poprock
Wer die DVD "Live ausm Pott" des Recklinghauseners Thomas Godoj gesehen hat, weiß, was bei seinen Konzerten abgeht: Den ohnehin geradlinigen Rockstücken wird ebenso wie den gelegentlichen Balladen noch ordentlich Schub verpasst. Ohne Schnörkel und Brimborium verliert sich der 35-Jährige in seinen Songs. Und bei seinem Lieblingshobby Stagediving auch gern mal im Bad in der Menge.
20:00 Uhr // Werk II // Leipzig
Posthardcore
Statt auf Genregrenzen oder Konventionen setzen die fünf Amerikaner A Day To Remember auf Intuition. Was sich organisch anfühlt, wird eingearbeitet, und so ist der Posthardcore des Quintetts nicht nur von muskulösen Metalcoreriffs geprägt, sondern ebenfalls von jugendlich-stürmischen Poppunkeinflüssen. Das Zusammenspiel von unbemühter Melodieführung, intensiven Growls und schwerem Gerät funktioniert bestens.
20:00 Uhr // Werk II // Leipzig
Silly
Poprock
Silly sind relevant wie eh und je. Ihr unlängst erschienenes Album "Kopf an Kopf" stieg auf Platz 2 der Charts ein und beweist, dass ihr zwischen Moll und Lebensfreude pendelnder Poprock noch immer Tausenden aus der Seele spricht. Die Berliner Kultband inszeniert mit klassischem Rockinstrumentarium textlastige Songs mit Hang zum lyrischen Drama - und trifft damit noch immer den richtigen Nerv.
20:00 Uhr // Parkbühne im Clara-Zetkin-Park // Leipzig
Alex Clare
Elektropop
Wenn sich Starproduzent Diplo hergibt, ein Debütalbum zu produzieren, sagt wohl kaum jemand nein. Der Londoner Alex Clare hat ja gesagt - gut so. Neben einer Coverversion von Princes "When Doves cry" stehen Songs, die mit Dubstep und weiteren elektronischen Spielereien angereichert sind, und dennoch nie zu vertrackt werden. Von lockerem, rhythmuslastigem Groove bis hin zu Aufforderungen zum Tanzen hat "The Lateness of the Hour" alles, was eine gute Feierplatte braucht.
20:00 Uhr // Parkbühne im Clara-Zetkin-Park // Leipzig
The B-52s
New Wave
Wie es um The B-52s aus Athens, Georgia steht, wusste man in den vergangenen Jahr(zehnt)en nie so genau - mal waren sie getrennt, mal vereint, mal umbesetzt oder von der Bildfläche verschwunden. Umso erquicklicher, dass das Trio mit seinem skurril-tanzbaren Mix aus New Wave und Artrock zurzeit wieder im Livegeschäft ist, um ein rauschendes Fest in bunten Farben mit alten Hits wie "Love Shack" zu verbinden.
19:00 Uhr // Parkbühne im Clara-Zetkin-Park // Leipzig
Emilie Autumn
Düsterpopmusical
Was sich auf der aktuellen Tour der Kalifornierin Emilie Autumn abspielt, sprengt leicht den üblichen Rahmen eines Konzerts. Ihr Konzeptalbum "Fight like a Girl" setzt die Violinistin mit der elfenbeinfarbenen Haut und den knallroten Haaren als düsteres Musical um. Einflüsse aus Elektronika, Metal und Gothic prägen Autumns persönlichen Blick ins viktorianische Zeitalter, welcher samt Kostümen und Performance dramatischer und fesselnder kaum sein könnte.
20:00 Uhr // Werk II // Leipzig
Friska Viljor
Indierock
In den Anfangstagen von Friska Viljor entstanden ihre Songs meist beim gemeinsamen Umtrunk. Inzwischen schreiben die Schweden auch in nüchternem Zustand. Und das tun sie gut: Ihre Songs überzeugen mit Frische, mehrstimmigem Gesang und freigeistiger Instrumentierung. Zum Indierock des Sextetts um Daniel Johansson und Joakim Sveningsson ließ sich schon immer prima feiern. Mittlerweile kann man beim Hören auch mal eine Träne verdrücken.
20:00 Uhr // Conne Island // Leipzig
The Boxer Rebellion
Indierock
Wenn The Boxer Rebellion aus Großbritannien eines besonders auszeichnet, ist es das Gespür daür, verträumtes Songwriting mit einer angedeuteten Düsterkeit in Einklang zu bringen. Es rauscht dezent in den Songs des Quartetts, man hört Anklänge von Psychedelia. In erster Linie aber findet man viel Neues, das seltsam vertraut wirkt - und so gelingt es, in die mysteriöse Welt von The Boxer Rebellion einzutauchen, ohne Angst davor, was geschieht.
20:00 Uhr // Werk II // Leipzig
Peter Gabriel
Pop
25 Jahre nach dem Erfolg seines Albums "So" bringt Peter Gabriel die Songs der Platte noch einmal auf die Bühne - mit kompletter Originalbesetzung! Dem Grandseigneur des Pop fallen eben immer wieder neue Wege ein, seine Musik so zu inszenieren, dass sie in neuem Licht erstrahlen kann, ohne ihren alten Zauber einzubüßen.
20:00 Uhr // Arena Leipzig // Leipzig
Steven Wilson
Progressiverock
Ob Steven Wilson das Schlafen wohl schon in frühen Jahren aufgegeben hat? Der Brite beherrscht diverse Instrumente, bildete sich selbst zum Produzenten (u.a. Emerson Lake & Palmer) und Toningenieur aus, spielte unter anderem bei den Vorzeigeprogrockern Porcupine Tree und ist nun auch noch solo unterwegs. Sein Tausendsassatum ist nicht ohne Spuren geblieben: Wilson spielt technisch virtuosen, allerfeinsten Progrock.
20:00 Uhr // Theaterfabrik // Leipzig
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