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Musik

Rammstein

Rammstein, Richard Kruspe, usa, charts

Rammstein landen dank Ursula von der Leyen auf dem Index


Rammstein knicken ein: Beim Auftakt ihrer Deutschlandtour in München spielten sie zwar das indizierte Stück "Ich tu dir weh", präsentierten aber eine neue Textversion. Till Lindemann, Sänger der Berliner Brachialrocker, begründete die Selbstzensur ausdrücklich mit der Indizierung.

Die hatte der Band unlängst endlich mal wieder ein Skandälchen verschafft - dank Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, die offenbar um ihren Ruf als "Zensursula" bangte. Auf ihren Antrag hin wurde das aktuelle Rammstein-Album "Liebe ist für alle da" indiziert und darf künftig weder beworben noch für Jugendliche zugänglich sein.

Grund ist der Song "Ich tu dir weh" und ein Bild dazu im Booklet, das den Gitarristen Richard Kruspe zeigt, wie er eine Frau über den Knien liegen hat. Auch der Titel "Pussy", so die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, sei verwerflich, weil er in Zeiten von Aids zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr animieren würde.

Unlängst klagten die einst bösesten Rocker Deutschlands noch darüber, wie schwer ihnen das Schocken inzwischen fällt. "Die Tabus werden immer weniger", maulte Gitarrist Paul Landers im Interview mit kulturnews. "Was vor zehn Jahren noch ein Skandal war, ist heute Alltag."

Das Rammstein-Album "Liebe ist für alle da" war direkt nach Veröffentlichung in sieben Ländern von 0 auf 1 geschossen, in den USA gelang der Band mit Rang 13 der größte Erfolg ihrer dortigen Karriere. "Zensursula" dürfte nun dafür gesorgt haben, dass der Erfolg noch eine Weile anhält.


09.11.2009 (mw)
Foto: Universal



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