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Peter Plate von Rosenstolz sorgt für Bushido-Eklat beim Bambi
Die Verleihung des Bambi ist meist eine eher dröge Angelegenheit, geprägt von Selbstbeweihräucherung und Diskussionen über Dekolletés und Sockenfarben. Diesmal gab es jedoch einen handfesten Aufreger: Peter Plate, der mit seiner Band Rosenstolz einen Bambi für das beste Comeback erhalten hatte, nutzte seine Dankesrede, um die Jury anzugreifen. Die Entscheidung, Rapper Bushido mit dem Integrationsbambi auszuzeichnen, sei für ihn nicht nachvollziehbar. "Es ist sehr wichtig, dass wir uns Chancen geben," sagte Plate. "Aber jemanden, der frauenfeindliche, menschenverachtende Texte gesungen hat, so einen Musiker auszuzeichnen finde ich nicht korrekt."
Schon im Vorfeld hatte es Proteste gegeben, sowohl in den sozialen Netzwerken als auch von Seiten des Frauenhilfswerks "Terre des Femmes". Bushido wurde vielfach vorgeworfen, seine Texte seien diskriminierend und sexistisch.
Bushido selbst nahm die Kritik vergleichsweise gelassen auf. In seiner eigenen Dankesrede lud er Plate und Rosenstolz-Sängerin AnNa R. ein, sich mit ihm zu einem Gespräch zusammenzusetzen: "Ich habe immer eine offene Tür." Gleichzeitig gestand er ein, dass er vor zehn Jahren noch ein anderer gewesen sei und sich heute bewusst sei, dass das, was er damals gesagt habe, falsch gewesen sei. (es)
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