Thalia in der Gaußstraße Hamburg // News
Hamburger Nachwuchsregiepreis geht nach München
Der neunte "Körber Studio Junge Regie"-Preis geht an die Inszenierung "Schwarze Jungfrauen" von Malte C. Lachmann. Die Verleihung des Nachwuchsregiepreises fand am Mittwochabend im Hamburger Theater Thalia in der Gaußstraße statt. Lachmann setzte sich gegen elf Nachwuchsregisseure und Regiekollektive durch.
"Schwarze Jungfrauen" ist ein gemeinsames Studienprojekt des Studiengangs Schauspielregie der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München. Der 23-jährige Lachmann studiert seit 2008 an beiden Hochschulen und inszenierte bereits an der Theaterakademie, für den Bayerischen Rundfunk und das Münchner Kammerorchester.
Die Entscheidung für das Stück "Schwarze Jungfrauen" begündete die Jury so: "Die Inszenierung ist eine Revue mit Musik und Choreographie, die von starken Regieentscheidungen geprägt ist, welche konsequent durchgehalten werden und einen starken Sog entwickeln. Sie erzeugt einen Zwiespalt zwischen Entertainment und Irritation. Schön, dass diese ‚unwahrscheinliche’ Inszenierung gewonnen hat!"
Der Preis wurde 2003 zusammen von der Universität Hamburg, der Körber-Stiftung, dem Thalia-Theater und dem Deutschen Bühnenverein ins Leben gerufen. Der Gewinner erhält für seine neue Regiearbeit einen Produktionszuschuss von 10 000 Euro. Die fünfköpfige Jury besteht aus Regisseuren, Dramaturgen und künstlerischen Leitern aus ganz Deutschland, mit Barbara Burckhardt vom Fachblatt Theater heute ist auch eine Journalistin im Team.
In diesem Jahr wurde außerdem zum ersten Mal ein Publikumspreis verliehen. Dieser ging an Ibsens "Nora" von Regisseurin Julia Wissert von der Universität Mozarteum Salzburg. (jcw)






