Staatstheater Opernhaus Stuttgart // News
Andrea Moses inszeniert Bergs "Wozzeck" in Stuttgart
Georg Büchner war ein Schludrian. Er hinterließ seine Werke als undurchdringbare Zettelsammlung, und wegen seiner unleserlichen Handschrift wurde aus "Woyzeck" zunächst "Wozzeck". Zugegeben, natürlich hat dieses Chaos auch mit seinem frühen Ableben im zarten Alter von 23 Jahren zu tun. So oder so: Gerade wegen seines fragmentarischen Stils ist die Geschichte des in die Geisteskrankheit getriebenen Woyzecks bis heute so glaubwürdig. Und als Alban Berg 1921 die Opernversion fertigstellte, war der Namensirrtum zwär längst aufgedeckt, aber der Komponist entschied sich dennoch lieber für die "Wozzeck"-Variante. Seine Version bleibt textlich nahe am Original, musikalisch bediente er sich der Zwölftontechnik.
Andrea Moses (Foto) inszeniert die Oper am Stuttgarter Opernhaus, heute abend ist Premiere.






