Andreas Dresen // News
Sterbedrama "Halt auf freier Strecke" triumphiert beim Deutschen Filmpreis
Sein Film war sicher einer der traurigsten deutschen Filme des Jahres 2011, aber nach Meinung der Deutschen Filmakadamie auch der beste: Andreas Dresen hat mit seinem Drama "Halt auf freier Strecke" den Deutschen Filmpreis in Gold gewonnen. Siebenmal nominiert, gewann die Geschichte des Familienvaters Frank, der an einem Gehirntumor erkrankt und stirbt, auch die Lolas für die beste männliche Hauptrolle (Milan Peschel), die beste männliche Nebenrolle (Otto Mellies) und die beste Regie.
Das mit acht Nominierungen als Favorit in die Verleihung im Berliner Friedrichstadtpalast gegangene DDR-Liebesdrama "Barbara" von Christian Petzold erhielt lediglich die Silberne Lola für den besten Film - einen klassischen Zweitplaziertenpreis. "Barbara" hatte auf der Berlinale im Februar noch den Silbernen Bären für die beste Regie bekommen; Petzolds hochgelobte Hauptdarstellerin Nina Hoss war erst gar nicht nominiert worden, was im Vorfeld für einige Kritik gesorgt hatte.
Dafür nahm Newcomerin Alina Levshin die Lola als beste Hauptdarstellerin entgegen, für ihre Darstellung einer Skinbraut auf Selbstfindung in David Wnendts "Kriegerin", der auch den Preis für das beste Drehbuch und die Lola in Bronze gewann. Roland Emmerich konnte sich über den Sieg in allen technischen Kategorien für sein Historiendrama "Anonymus" freuen, das Shakespeare als Betrüger entlarvt.
Michael Ballhaus, Kameramann bei vielen Werken von Rainer Werner Fassbinder und bei Scorsese-Klassikern wie "Good Fellas", wurde von de Deutschen Filmakademie mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet.
Der Deutsche Filmpreis ist mit insgesamt 2,955 Millionen Euro der höchstdotierte Kulturpreis Deutschlands. Der Siegerfilm (Goldene Lola) erhält insgesamt 500 00 Euro. (vs)
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