Florian Henckel von Donnersmarck // News
Florian Henckel von Donnersmarck dreht vielleicht mit Tom Cruise
Deutscher Oscar-Gewinner im Gespräch für Regie bei Tom-Cruise-Film: "Tom Cruise wird das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können." So glückstrunken urteilte Florian Henckel von Donnersmarck (35), Regisseur des Oscar-Gewinners "Das Leben der Anderen", vor zwei Jahren darüber, dass Tom Cruise in "Operation Walküre" den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen würde. Gerührt fragte sich von Donnersmarck: "Konnte Deutschland wirklich so viel Glück haben?" Wenn man diese Worte rückblickend betrachtet, hat das allerdings weniger mit Glück fürs Vaterland zu tun, als mit von Donnersmarcks Kalkül: Erst verlegte er seinen Wohnsitz nach Hollywood, nun steht er vor seinem amerikanischen Regiedebüt. Und Tom Cruise, der von dem Deutschen so ge- und verehrte, bekundet Interesse an der Hauptrolle in "The 28th Amendment". Darin geht es um einen Geheimbund innerhalb der US-Regierung, der vom Präsidenten aufgedeckt wird und diesen daraufhin umbringen lassen will. Den Präsidenten würde Cruise spielen, schließlich kennt der sich mit Verschwörungen seit der Rolle als Stauffenberg ja gut aus. Noch ist alles nur Gerücht - aber Karrierist von Donnersmarck wird sich diese Chance nicht nehmen lassen. Zur Not verkündet er einfach, wie er das Ansehen des Landes mehr befördern wird als, sagen wir mal, zwanzig Halma-Meisterschaften.
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