Platten // Review

Artpop
Erscheintermin 29.4.2011
Plattenfirma Cargo
Medium CD
Auf dem Albumcover ist Sängerin Gabby Young mit allerlei Krimskrams zu sehen - vom Minikronleuchter bis zur Teetasse in den hochgesteckten Haaren. Schon da steht fest: Ein einziger Genrebegriff wird nicht reichen, um die Musik der achtköpfigen Combo treffsicher zu definieren. Folk, Jazz, Balkanklänge, Pop - die Briten nehmen sich von allem ein bisschen. Mal lassen sie Trommeln wummern und Trompeten krächzen wie im Zirkus, dann ziehen sie aus dem Zelt in den Jazzkeller, um gleich darauf den nächsten Irish Pub zu stürmen und der Folkband die Instrumente abzuluchsen. So steckt in Gabby Young & Other Animals auch ein Hauch Beirut und eine Spur Marina & The Diamonds, doch Verwechslungsgefahr besteht nicht. Hauptgrund dafür ist Youngs Stimme, welche die 26-Jährige in Balladen wie "Too young to die" zart und in "Two by two" schon beinahe operesk ausspielen kann. Auf Dauer ist der Genremix anstrengend, doch einzelne Songs wie das wunderbare "We’re all in this together" will man nach dieser bunten Parade nicht mehr missen. (mh)






