// Künstlerportal: Lady Gaga

Platten // Review

Lady Gaga
Bewertung
Dancepop
Erscheintermin 23.5.2011
Plattenfirma Universal
Medium CD

Preisvergleich
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Born this Way


Wie jede Künstlerin auf Höhe der Zeit weiß auch der New Yorker Superstar, wie hoch man sich hangeln kann, wenn man auf den Schultern der Ahnen steht. In diesem Fall steht Lady Gaga in Plateausohlen auf den Schultern unzähliger Postwavebands - und entwickelt aus Leihgaben, kleinen und großen Diebstählen, Zitaten und Samples den Megamix der Gegenwart. Wer genau hinhört, entdeckt die halben 80er und 90er wieder auf ihrem Album; in "Government Hooker" hat sich sogar Trios Billig-Casio aus "Da da da" verirrt. Wäre "Postmoderne" noch ein benutzbarer Begriff und nicht schon längst zum dominanten kulturellen Prinzip des Jahrtausends geworden, man könnte ihn nun wieder triumphierend aus der Tasche ziehen. Denn Lady Gaga leistet nichts weiter als seine endgültige Apotheose - und legt mit den 14 pumpenden, zischenden, desinfizierten, refrainstarken Hochenergietracks ihres zweiten Albums den Soundtrack des Jahres vor für Großraumdiscos, Radios, YouTube, Stadien und den Rest der Welt. Die technoide Anmutung ihres stampfenden, stilistisch vielfach gebrochenen und doch homogenen Powerpops lässt ihn ganz und gar künstlich erscheinen. Und das ist natürlich die adäquate ästhetische Entsprechung einer Frau, die als Künstlerin nicht wie ein Mensch wirkt, sondern wie eine Androidin. Besser noch: Lady Gaga ist der erste dreidimensionale Avatar der Geschichte. Sie wird Geschichte schreiben. (mw)





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