// Künstlerportal: Gardner McKay

Bücher // Review

Gardner McKay
Bewertung
Krimi
Erscheintermin 01/1990
Verlag Goldmann
Seitenzahl 530 S.

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libri.de EUR 2.10
Toyer

Das seit gut einem Jahrzehnt zumeist eher schlicht bemühte Schema "Serienmord" hat dem Genre Krimi zwar einige merkwürdige Stars und viele Leser, aber wenig Realitätssinn beschert - von dramaturgischer Originalität ganz zu schweigen. Brillante Ausnahmen bestätigen die Regel: Gardener McKays "Toyer" ist zwar ein spätes literarisches Debüt, ein Anfänger ist der an Theaterstücken, Shortstories und Filmkritiken geschulte Amerikaner allerdings nicht. Schon ein simpler Kunstgriff macht den kleinen Unterschied: Toyer ist intelligent, charmant, selbstbewußt und grausam wie seine Vorgänger, aber er tötet nicht. Kein Mord, keine Polizei - seine mittels eines kleinen chirurgischen Eingriffs in einen ewigen Dämmerschlaf beförderten weiblichen Opfer landen auf der Station der Neurologin Maude Garanee, die sich zusammen mit der Journalistin Sara Smith auf die Spur des Spielers macht. McKays Prosa ist schlank, klar und präzise, die den Rhythmus der Geschichte steuernden Perspektivwechsel halten den Spannungsbogen, ohne ihn zu überziehen. Mag der finale Showdown zwischen Toyer und der scheinbaren Jägerin noch so vorhersehbar sein: Die atemberaubende Inszenierung und die moralinfreie Schlußpointe sind es ganz sicher nicht. (slu)





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