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Bücher // Review

Qiu Xiaolong
Bewertung
Roman
Erscheintermin 05/2003
Verlag Zsolnay
Seitenzahl 464 S.

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Tod einer roten Heldin

Shanghai im Jahre 1990 ist ein brodelnder Kessel. Sämtliche Strassen sind mit Autos vollgestopft, die Menschen hasten umher und leben in viel zu engen Zimmern. Nur wenigen ist eine eigene Wohnung vergönnt, so wie Oberinspektor Chen. Er ermittelt in einem mysteriösen Mordfall: Das Opfer, Guan Hongyign, war Leiterin einer Kaufhaus-Kosmetikabteilung und als "Heldin der Arbeit" ein politisches Vorbild. In ihrem Wäscheschrank findet Chen dekadente Reizwäsche und ein Bündel erotischer Fotos. Chen und sein Kollege Yu kommen einem sehr brisanten Fall auf die Spur, der bis zum Sohn des Propagandaministers führt. Da schreitet die Interne Disziplinarkommission ein, und auch Chens heimliche Liebe Wang Feng wendet sich ab. Das wird der Leser sicher nicht. Der spannende Kriminalroman von Qiu Xiaolong (49) führt ihn mitten in das chinesische Alltagsleben, das noch immer von Kaderdenken und alten Strukturen geprägt ist. Aber auch die Sinnlichkeit kommt nicht zu kurz: Es wird oft und gut gegessen, meist im "Teehaus im Herzen des Sees", und der Inspektor schreibt hübsche Gedichte. Eins lautet: "Nichts scheint zufälliger als die Welt in Worten." Vor allem in China. (kb)





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