Platten // Review

Indierock
Erscheintermin 23.9.2011
Plattenfirma Capitol
Medium CD
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Was macht man, wenn man ein viel zu gutes Debüt veröffentlicht hat? The Rifles versuchten zunächst, ihren an Northern Soul und besonders an Paul Weller geschulten Indierock zu wiederholen - und scheiterten, weil die Songs der zweiten Platte um einiges schlechter waren. Nun wagen sie eine Umorientierung, was vor allem auch deshalb Sinn ergibt, weil nur noch Sänger Joel Stoker und Gitarrist Lukas Crowther von der Urbesetzung übrig sind. So behalten die Londoner ihre Tendenz zu hymnenhaften Refrains und souliger Verspieltheit zwar bei, gehen aber wesentlich poppiger ans Werk. Das wirft zwar nach wie vor einige gute Songs ("Dreamer", "Coming Home") ab, versandet aber auch gerne mal in seichter Belanglosigkeit. Unerklärlich auch, warum Crowther teilweise den Gesang übernimmt und dabei bestenfalls Durchschnittsarbeit erledigt, während die Stimme von Joel Stroker den Sound der Rifles so entscheidend prägt. Ihrer großen Popularität wird vielleicht auch dieses Album noch keinen Abbruch tun, und The Rifles dürften wieder in ausverkauften Hallen spielen. Doch sie sollten es den Fans nicht verübeln, wenn die vor allem wegen der Hits vom Debüt kommen. (cs)
Platten // Reviews
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