// Künstlerportal: Steve Hogarth / Richard Barbieri

Platten // Review

Steve Hogarth / Richard Barbieri
Bewertung
Progrock
Erscheintermin 2.3.2012
Plattenfirma Edel
Medium CD

Preisvergleich
amazon.de ab EUR 8,95
alphamusic.de EUR 19.18
itunes.de
Not the Weapon but the Hand


Marillion waren ein schwer verdaulicher Anachronismus. Eine Band, die störrisch dort weitermachte, wo Genesis mal aufgehört hatten. Seltsamerweise war diese schwülstige Progrockpampe sogar chartstauglich. Bei "Kayleigh" hielt noch Fish das Mikro in der Hand, doch wie der Schotte hatte auch sein Nachfolger Steve Hogarth jenen theatralischen Hang zum Jammerfalsett, der irgendwie stilbildend war - zielstrebig vorbei an allen damals neuen Mainstreams zwischen U2, Cure und Police. Die zwei guten Jahrzehnte für Keyboarder brachen an damals; mithin waren es gute Zeiten für Richard Barbieri, der den Sound von Bands wie Japan und Porcupine Tree prägte. Mittlerweile lassen Hogarth und Barbieri die ganze Sache entspannter angehen: Ihr Album ist ein Gemeinschaftsprojekt, das musikalisch in Barbieris Kopf entstand und seine lyrische Ausformung durch Hogarths Reaktionen auf die Kompositionen fand. Über Loops und Trance, Drum & Bass und leise Beatpoetry definieren sich die Nummern, die man je nach Tagesform düster und gothisch empfinden mag oder auch naturalistisch bis romantisch. Wer sich - Japan hin, Marillion her - akustisch gern mit Ambient, Industrial oder Darkwave umgibt, wird Hogaths und Barbieris Album als wohltuend entschleunigende Inspiration empfinden. (ron)





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