Platten // Review

Singer/Songwriter
Erscheintermin 16.3.2012
Plattenfirma Indigo
Medium CD
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Es gibt nicht viele Musiker, die ihr Album mit dem Vers "Hear my father on the radio" beginnen können und es wortwörtlich meinen. Justin Townes ist der Sohn des Americana-Großmeisters Steve Earle, der dem Filius schon qua Geburtsschein (Justins zweiter Vorname ist eine Hommage an den Songwriter Townes Van Zandt) eine gewisse Erwartung auferlegte. JTs zweites Album hat alles, was man im rootsorientierten Genre so aufbieten muss: Hammondorgel, gezupfte E-Gitarre, einen Beat, der gelassen bis engagiert durch die Country-, Blues- und Songwritergeschichte trabt. Doch nichts an diesem Album sticht hervor. Es duckt sich gleichsam weg. Justin Townes Earle fehlt die Traute aufzubegehren - gegen seinen Vater, gegen die Stildiktate, das Versmaß, die Melodieroutine. Selbst sein warmtönender Bariton ist zu brav. Natürlich, Earles Album ist tadellos, sein Durchschnitt hat Niveau. Doch er wird längst vergessen sein, wenn das von Drogen und Verzweiflung fragmentierte Werk seines Vaters noch immer die Menschen beschäftigt. JT sollte froh darüber sein. (mw)






