Platten // Review

Irish Folk
Erscheintermin 23.4.2012
Plattenfirma Universal
Medium CD
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Das Erstaunliche an der uririschen Institution namens Chieftains ist die Tatsache, dass wohl kaum eine andere Band je mit so vielen Gästen gemeinsam Musik eingespielt hat - und ihr Sound dennoch so wenig von diesen äußeren Einflussen aufnahm. Das gilt auch für dieses Jubiläumsalbum zum 50. Jubiläum der Bandgründung. Klar, sie umgeben sich mit lauter hippem jungem Gemüse wie Bon Iver, The Low Anthem, Imelda May oder den Decemberists, doch das wirkt sich nur auf der vokalen Ebene aus. Im Hintergrund steht der Chieftains-Sound um Paddy Molonys quirlige Flöte wie eine Eins. Dass diese Gruppe alter Herren so anziehend wirkt auf Künstler aus der übernächsten Generation, liegt an ihrer spezifischen Auffassung von Irish Folk. Die Chieftains waren nie so hemdsärmelig wie die Dubliners, ihnen ging es weniger um die Adaption der Pubkultur als um das narrative Potenzial jener Selbstvergewisserungskunst namens Folk - weniger Suff also und mehr Subtilität. Trotzdem wird natürlich auch gefeiert auf "Voice of Ages", und egal wie hip gerade das junge Gemüse ist, das da mithüpft: Es muss nach Paddys Pfeife tanzen. Das ist nun mal für jeden Gast die Grundbedingung, auch für die nächsten 50 Jahre. (mw)
Platten // Reviews
- San Patricio (2010) // CD
- Wide World over - The very Best of The Chieftains (2002)
- The Long Black Veil






