Platten // Review

Singer/Songwriter
Erscheintermin 20.4.2012
Plattenfirma Rough Trade
Medium CD
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Loudon Wainwright (66) steht zwar fassungslos vor der Tatsache, inzwischen älter zu sein, als sein Vater es geworden ist, doch er vermag diesen Altersschock selbstironisch zu ventilieren - etwa in Versen wie "I remember Sex" ... Außerdem kann er sich auf viele hilfreiche Hände verlassen, die ihn bei Bedarf stützen, darunter alle Generationen seiner illustren Großfamilie (Rufus, Martha, Lexie, Lucy etc.) sowie Stars wie John Scofield oder Legenden wie Ramblin’ Jack Elliott (der übrigens erst recht älter ist als Wainwright senior wurde). Loudon streift durch seine Biografie mit augenzwinkernder Melancholie, wie er es immer tat, seit er 1972 seinen ersten Hit "Dead Skunk" hatte. Musikalisch prägt fatalistische Gelassenheit sein Album, vom lockeren Funkpop des Eröffnungsstücks "The Here & The Now" über Pianoballaden ("In C") bis hin zum akustischen, harmonikagetränkten "Ghost Blues". Zwischendurch wird es durchaus mal zu gefühlig (wie im arg besinnlichen "The Days that we die"), doch auch das passt zu diesem schmerzlichschönen Album für best ager und alle, die es noch werden wollen. (mw)






