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Platten // Review

Die Toten Hosen
Bewertung
Punkrock
Erscheintermin 4.5.2012
Plattenfirma Warner
Medium CD

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Ballast der Republik


Vom Punk zum Popper: Diesen Vorwurf durften sich die Toten Hosen in den letzten Jahren zur Genüge anhören. Zu oft sah man Campino im Anzug bei steifen Preisverleihungen, und einige Songs des letzten Werks schlitterten oft haarscharf an der Kitschgrenze vorbei. Pünktlich zum 30-Jährigen Bandjubiläum werden die Hosen aber zu wieder Punks. Campino brüllt wie in jungen Jahren, die Band drückt aufs Tempo und kommt ihrem Frontmann wie gewohnt beim lautstarken Chorus zu Hilfe. An manchen Stellen weicht der Rock dem Pop, die Texte handeln von Unendlichkeit, der Schönheit des Moments und der Beziehung zum Vater. Damit sind die Düsseldorfer natürlich auch massenkompatibel, allerdings auf eine angenehm nostalgische und authentische Art. So hört es sich also an, wenn Punks in Würde altern. Mehreren limitierten Versionen des Albums liegt übrigens noch eine CD mit Coverversionen bei. Darauf spielen die Hosen, was ihnen lieb und wichtig ist, darunter Kraftwerk, Falco, Rio Reiser - oder den kongenialen Anti-Nazi-Song "Schrei nach Liebe" von den Ärzten. (jcw)





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