Platten // Review

Modern Pop
Erscheintermin 25.5.2012
Plattenfirma Warner
Medium CD
Preisvergleich
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Gleich vorweg: Es ist unabdingbar, sich den Konzeptcharakter des Albums zu vergegenwärtigen. Denn kohärent ist "Electra Heart" nur inhaltlich, nicht stilistisch. Und damit ist es eigentlich unverwechselbar für Marina And the Diamonds, auch wenn man sich angesichts der großartigen Liveauftritte mehr Schräges, Experimentelles und Akustisches wünschen würde. "Electra Heart" ist großer Pop, genau wie das Debüt "Family Jewels" - eigentlich noch größerer. Um das Ausmaß zu begreifen, muss man bloß in die Ohrwurmsingle "Primadonna" reinhören oder in den elektrozickigen Bonustrack "Radioactive". Marina ist die Madonna des neuen Jahrtausends, weil sie mit Disziplinen und Stereotypen zu spielen weiß - ohne allerdings selbst zu jenem "real fake" zu werden, den sie besingt. Inhaltlich setzt sich die Waliserin nämlich sehr clever mit den glänzenden Oberflächen der Popwelt auseinander, vor allem mit der Rolle der Frau in diesem Zirkus. Für sich selbst hat sie daher auch nicht bloß eine, sondern gleich mehrere Rollen gefunden - und füllt sie in ihren Songs allesamt stimmstark und immens tanzbar aus. (kab)






