Platten // Review

Avantgardepop
Erscheintermin 22.6.2012
Plattenfirma Rough Trade
Medium CD
Preisvergleich
amazon.de ab EUR 8,03
itunes.de
Gute Bücher erkennt man meistens schon am ersten Satz, herausragende Platten manchmal auch: "I’m just as fucked up as they say", leitet Emily Haines den Song "Artificial Nocturne" ein, und es folgt ein intelligentes Konzeptalbum, das sich mit Identität, Authentizität und Images beschäftigt. Metric kennen sich da aus, denn nach diversen Kämpfen mit der Musikindustrie haben es die Kanadier mit ihrem Vorgänger "Fantasies" geschafft, ohne traditionelles Label die amerikanischen Top 20 zu knacken. Doch so verkopft ihr sechstes Album auch mit popkulturellen Querverweisen und Science-Fiction-Elementen spielt: "Synthetica" ist das bisher beste Metric-Album, auf dem Elektronik und Indierock so selbstverständlich wie nie zuvor zusammengehen - weil sie sich auf vermeintlich simple Popsongs besinnen, die Anfang der 80er von Bands wie Blondie definiert wurden. Es erhöht ja nur den Spaß, wenn man einen doppelten Boden bemerkt, nachdem man Songs wie den wavigen Ohrwurm "Speed the Collapse", die rockende Single "Youth without Youth" oder das hymnische Titelstück bereits ausgiebig auf der Tanzfläche abgefeiert hat. (cs)






