Platten // Review

Soulpop
Erscheintermin 6.7.2012
Plattenfirma Universal
Medium CD
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Erstes Mal oder letzte Chance? Für Chima, einen Newcomer, der eigentlich keiner ist, dürfte "Stille" beides sein. Der Frankfurter wird dieses Jahr 40. Seiner Musik - nachdenklich, aber auch tanzbar - hört man das zwar nicht unbedingt an, aber was man hört, ist der Wille, nach Jahren des Hin und Her und nirgendwo Ankommens Halt zu finden. Auch musikalisch. Kein Rap mehr, mit dem der Sohn nigerianischer Eltern begann und 2000 erste Erfolge durch sein Mitwirken beim afrodeutschen Projekt Brothers Keepers verbuchen konnte. Dann folgte der Stilwechsel zu deutschem Pop. Doch bis auf die Single "Wundervoll", ein rotziger Lovesong, der seinem Titel durchaus gerecht wurde, blieb sein Songwriterdebüt kaum in Erinnerung. "Stille" soll das nun ändern - und kann es auch. Denn die Zutaten stimmen: die Texte direkt, aber auch poetisch, die Eletrobeats zupackend. Was Chima schuldig bleibt, ist die große Soulstimme - aber das ist ein Manko, dass ihn auch rettet. Denn obwohl er fast immer von Gefühlen und auch Selbstweifeln singt: Kitschig wird es nie. (kab)






