Platten // Review

Worldblues
Erscheintermin 30.4.2001
Plattenfirma Indigo
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Unzählige Mal wurde die Mörderballade "Stagger Lee" schon aufgenommen in den letzten hundert Jahren, und Taj Mahal kommt am wenigsten los von ihr. Auch auf "Hanapepe Dream" ist die Moritat wieder drauf: beschwingt diesmal, als spielte sie nun unter den Palmen von Hawaii statt in New Orleans. Taj Mahal sucht dort weiter, wo andere schon die Ursuppe gefunden zu haben glauben. Am Anfang war nämlich nicht der Blues; der hatte schon seine Geschichte, als er ankam auf den Plantagen, und sie wurzelt (auch) in der Karibik. Mit seiner Hula Blues Band geht er zurück zum Anfang und inszeniert moderne Klassiker wie John Hurts "Creole Belle" oder Dylans "Watchtower" perkussiv und steelgitarristisch und mit tropischen Bläsern zum lebensfrohen Goodtime-Sound mit melancholischen Tupfern. Eine ebenso gewagte wie euphorisierende Fusion. Cooder und Kuba waren gestern - der Sommer 2001 soll allein Taj Mahal gehören! (mw)






