Filme // Review

Drama
D/F/ESP/I/2003/90 Min.
Regie
Sergei Bodrow
Darsteller
Joachim Król
Rebekka Liljeberg
Ariadna Gil
Erscheintermin 11.12.2003
Verleih Pandora
Vollmond, sibirische Wälder, beschwörende Jagdgesänge. Ein Bär wird erlegt, sein Junges trollt sich verloren in die Weiten der Taiga. Schnitt: Auf einem Moskauer Hinterhof entdeckt die Artistin Lola (Liljeberg, "Raus aus Amal") den jungen Bären in einem Käfig. Sie verliebt sich in ihn, denn was nur Lola weiß: Der Bär ist ein Formwandler. Nachts wird er zum gut aussehenden Jüngling (Bodrov jr.). Der Bär im Manne ist eine alte russische Sagengestalt, ihn in einen abgehalfterten Wanderzirkus zu sperren, grenzt an Quälerei. Selbst als wortkarger junger Mann schauspielert der Bär so hölzern, dass sogar dem knopfäugigen Clown Groppo (ebenfalls blass: Joachim Król) zum Heulen zumute ist. Vom sibirischen Schamanen bis zur andalusischen Wahrsagerin - die diffuse Story bemüht viele übernatürliche Klischee. Doch nach dem fulminanten Intro bleibt der Film auf dem Niveau von "Pan Tau", lässt dabei aber jegliches Augenzwinkern vermissen. So etwas gehört nicht ins Kino, sondern ins Nachmittagsprogramm der ARD. (fs)
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