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Bücher // Review

Louise Welsh
Bewertung
Roman
Erscheintermin 06/2005
Verlag Kunstmann
Seitenzahl 120 S.

Preisvergleich
amazon.de ab EUR 6,00
Tamburlaine muss sterben

Auch Louise Welsh plündert historische Tatsachen, um Verschwörungstheorien zu spinnen: Am 30. Mai 1593 wird der 29-jährige Poet und Spion Christopher Marlowe getötet. Drei Männer waren an diesem Abend mit ihm zusammen, doch vor Gericht wird der Hauptverdächtige freigesprochen. Statt den sehr ausgetretenen Pfad routinierter US-Kollegen à la Dan Brown zu folgen, belebt die in Glasgow lebende Autorin das Genre des englischen Schauerromans, und lässt Marlowe ihre Interpretation seiner letzten drei Tage erzählen. Grandios, wie sie die poetische Sprache ihres Ich-Erzählers weder zu modern noch aufgesetzt gestaltet. Auf nur 142 Seiten zeichnet Welsh so nicht nur ein stimmiges Sittenbild des elisabethanischen London inklusive Pest, Gewalt und Bezüge zum politischen Jetzt. In bester Thrillermanier erhöht sie immer wieder mit widersprüchlichen Informationen und Vorausdeutungen die Spannung des vielschichtigen Intrigenspiels. Und nach ihrem gefeierten Debüt "Dunkelkammer" beweist sie sich mit "Tamburlaine muss sterben" erneut als Meisterin knallharter schwuler Sexszenen. (cs)




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