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Bücher // Review

Marc Höpfner
Bewertung
Roman
Erscheintermin 07/2005
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
Seitenzahl 544 S.

Preisvergleich
libri.de EUR 7.95
Trojaspiel

Drei Protagonisten auf unterschiedichen Erzählebenen, New York, Odessa, Rom, Kreta und die deutsche Provinz als Handlungsorte und ständig wechselnde Zeitebenen machen Marc Höpfners neuen Roman nicht leicht lesbar, doch man hat ja schon anderes gewuppt. Das handelnde Personal der ersten Erzählebene um Tonio Ludwig und den Hotelier Mahgourian hat der Autor sehr grob gezeichnet. Erst hinter dieser Ebene wirkt das Buch besser ausgearbeitet, ist es in der Handlung dynamischer. Davon profitiert auch Höpfners Sprache, die endlich ohne überflüssige Adjektive und sperrige Nebensätze auskommt. Im multikulturellen Handelszentrum Odessa vor mehr als 100 Jahren geboren, verschlägt es einen hochbegabten Jungen schon sehr früh über Zentraleuropa bis nach New York, wo er sich in den oberen Stockwerken eines Hotels in einem riesigen, selbst gebauten Labyrinth verkriecht. Klar, dass das neugierig auf die Hintergründe macht. Doch der Zugang zum Wissen um T. L., dem eigentlichen Helden des Romans, ist nicht einfach. Wer als Leser klug ist, reißt deshalb mit dem Vorschlaghammer einfach ein paar Wände des Höpfner-Labyrinths ein und beginnt gleich mit dem großen Odessa-Kapitel auf Seite 305; dem lässt er das Rom-Kapitel ab Seite 177 folgen. Danach versteht er vieles besser, was ab Seite 89 in der deutschen Provinz vor sich geht. So kommt er schneller an dessen Filethäppchen ran und besitzt das nötige Wissen, um überflüssige Seiten beim weiteren Lesen einfach über- oder großzügig querzulesen. (jw)




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